Neue Worte braucht die Welt

In Leipzig auf dem Degrowth-Kongress haben wir zusammen mit Silke Helfrich und Thomas Dönnebrink einen Wort-Such-Workshop veranstaltet. Dahinter standen verschiedene Bedürfnisse, um neue Formen des Wirtschaftens zu bezeichnen und zu beschreiben.

I. Zum einen schließen viele englische Wörter wie Commons, Open Source und Open Access viele Menschen aus.
II. Zum zweiten scheint es uns notwendig, zentrale Worte neu – oder wieder – zu besetzen. Beispiele dafür sind Arbeit und Ökonomie. Wer heute von Arbeit spricht, denkt an Erwerbsarbeit. Ökonomie leitet sich ursprünglich vom Griechischen „Oikos“ (οἶκος ) ab , was Haushaltung bedeutet. Doch gegenwärtig assoziiert fast jeder Börsen, Finanzmärkte, Welthandel und Wettbewerb damit. Eventuell muss das mit leichten Abweichungen vom bisher gebrauchten Wort einhergehen
III. Zum dritten wollen wir neue Wörter schöpfen – schließlich geht es ja um neue Formen des Wirtschaftens.
24 Menschen haben mit uns zusammen Worte gewendet und gewendelt. Danke für die vielen Impulse, die wir hiermit als Ausdruck der Schwarmintelligenz als offene Quelle zur Nutzung und Weiterentwicklung veröffentlichen. Es gibt noch viel Bedarf für neue Wortschöpfungen – wie schon daran zu sehen ist, dass viele Felder noch frei sind.

Wir bitten um Ergänzungen!

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